Der Ursprung des Namen Baus

Seit dem Start von baus.info (früher: homebaus.com) im November 2001 haben sich einige Informationen und Theorien über die Herkunft des Namens angesammelt.

Sehr früh stand fest, dass auf jedem Fall in Frankreich zu suchen ist.
Das unterstützt auch die Baus-o-Map, die sehr deutlich zeigt wie sich der Name von Westen ausgehend in Deutschland verbreitet.

Im Dezember 2004 erhielt ich dann einige direkte Hinweise von Carsten Baus.
Carsten schrieb mir über seine bisherigen Rechercheerfolge rund um die Namensherkunft. Seine Nachrichten waren dabei so ausführlich, dass ich sie hier direkt wiedergeben möchte:

"Der Name kommt wohl aus Frankreich, der Hinweis mit dem Bauxit [Anm: Siehe Gästebuch] ist schon fast ein Treffer. Bauxit, aus dem man Aluminium gewinnt (ist wohl eine Alu-Oxid-Form, man erspare mir die mir unbekannten chemischen Einzelheiten) leitet seinen Namen nach meinem Wissen von dem Ort Les Baux in der Provence/Frankreich ab, dort wurde das Zeug jedenfalls früher abgebaut. Im dortigen Dialekt spricht und schreibt sich der Ortsname nicht "Baux" sondern "Baus", das habe ich anlässlich einer Provence-Rundreise mal selbst überprüft. So heißt es auf einer Gedenktafel für die in den Weltkriegen Gefallenen am dortigen Friedhof u.a. "Aux Morts de Baus".

Um 1715 (ca) taucht der erste Baus im östlichen Saarland auf, den Akten nach ein hugenottischer Einwanderer aus Frankreich. Damit ist die Brücke wohl geschlagen.

Kurze Zeit später ist die Familie dann in Altstadt (Gemeinde Kirkel, Saarpfalz-Kreis) nachweisbar, dort siedeln wir bis heute in recht grosser Zahl - ausser mir, ich bin 1993 aus beruflichen Gründen weggezogen. [...]"

Mit seinen Infos bin ich dann im Netz auf die Suche gegangen und habe zu den einzelnen Punkten auch ein paar weitergehende Informationen finden können: Carsten konnte mir aber auch bei einem anderen Problem weiterhelfen: Was ist der Plural des Namen Baus? Sagt man "Bausens", "Bauses" oder "Bause"?

"Der Plural von Baus ist ganz klar "Bause", jedenfalls an der Ostsaar. Wegen der den meisten Mitgliedern der Familie wesenseigenen Halsstarrigkeit werden wir von den übrigen alteingessenen Dorfbewohnern auch gerne "Bause-Knause" genannt, was frei übersetzt soviel wie "Baus-Granitkopf" heißt. Wir nehmen das aber nicht übel!"

Zumindest meine Mutter würde dieser freien Überstzung direkt Zustimmung. Den "Dickkopf" habe ich zumindest mit dem Namen von meinem Vater geerbt.

Herzlichen Dank nochmal an Carsten!

Wenn auch ihr weitere Infos oder Geschichten rund um den Nachnamen Baus habt, dann schreibt mir einfach: sebastian.baus@googlemail.com.